Thomas Ullmann, geboren am 27.10.1966 in Sindelfingen, studierte von 1988 bis 1995 Mineralogie und Kristallchemie an der Universität Stuttgart. In seiner Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Metallforschung befasste er sich mit der Abscheidung von Sekundärphasen in supraleitenden Bi-Sr-Ca-Cu-Oxidkeramiken und deren Auswirkung auf die Flussverankerung.
Seit 1995 arbeitet Thomas Ullmann als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart.
Von 1995 bis 2005 entwickelte er hochtemperatur-beständige Oxidationsschutzschichten zum Schutz von kohlenstofffaserverstärkten CMC-Strukturen an lasttragenden Hitzeschutzschilden von Raumfahrzeugen. Dabei eignete er sich u.a. umfangreiche Kenntnisse in der Beschichtungstechnologie der Thermischen Spritzverfahren (APS, VPS) an.
Seit 2006 arbeitet Thomas Ullmann im Bereich der zerstörungsfreien Prüfung an faserverstärkten Verbundwerkstoffen. Im Zuge dessen übernahm er die Planung und Leitung zum Aufbau der CT-Großanlage am Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie, die 2008 in den operativen Betrieb ging.
Seit 2014 befasst er sich wieder verstärkt mit der Thermischen Spritztechnologie zur Entwicklung von EBC-Schutzsystemen für den Einsatz von siliziumfaser-basierten CMC-Werkstoffen in Gasturbinen.
Thomas Ullmann leitet seit 2009 den Fachausschuss FA101 „Anwendungsnahe zerstörungsfreie Werkstoff- und Bauteilprüfung“ der VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Er ist Vorsitzender des Programmausschusses des VDI-Expertenforums für angewandte zerstörungsfreie Prüftechniken in Industrie und Forschung, das alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit der TU München und dem Heinz Maier-Leibnitz Zentrum am Forschungszentrum Garching bei München veranstaltet wird.
Thomas Ullmann ist Strahlenschutzbeauftragter (R2) des DLR-Standortes Stuttgart.
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