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Hinweis:
Die hier angegebenen Termine gelten unter Vorbehalt.
Wir verweisen auf die Einladungen, die an alle FA-Mitglieder per Email vor der Sitzung versendet werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter Telefon 030 67807-107.

Zur Zeit sind keine Termine geplant.

Aufgaben und Tätigkeiten

Unterausschuss Schnittstellen, Dokumentation, Datensouveränität, Speicherung & Archivierung im FA ZfP 4.0

Die industrielle Revolution wird von Historikern in drei Phasen unterteilt: Die Erfindung der Dampfmaschine (Mechanisierung), die Elektrizität (Massenproduktion) und die Mikroelektrische Revolution (Automatisierung). Ähnlich bei der zerstörungsfreien Materialprüfung: Werkzeuge, wie Linsen oder Stethoskope, erlauben die menschlichen Sinne zu schärfen, die Wandlung von Wellen macht das nicht-sichtbare sichtbar und bieten damit einen „Blick“ in die Bauteile und schließlich Automatisierung und Rekonstruktion.

In der Industrie wird mittlerweile von einer vierten Revolution gesprochen: Die Informatisierung, Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Produktion. Wie schon früher wird die ZfP entscheidend für den Erfolg dieser vierten Revolution sein, da sie die Datenbasis bietet, die in einer vernetzten Produktionsumgebung für das Feedback benötigt wird.

Für die ZfP wird dies zu einem Wandel führen. Die Ergebnisse der manuellen oder automatisierten Prüfung müssen einer vernetzten Produktionsumgebung so zur Verfügung gestellt werden, dass diese für Feedbackschleifen ausgewertet werden können, die Prüfbarkeit muss beim Design mit berücksichtigt werden und die Zuverlässigkeit der Prüfaussagen wird einen immer größeren Stellenwert gewinnen.

Genau mit diesen Themen beschäftigt sich der Unterausschuss Schnittstellen, Dokumentation, Datensouveränität, Speicherung & Archivierung im Fachausschuss ZfP 4.0. Dabei gilt es aber zu beachten, dass wir als ZfP Experten die Welt um uns nicht neu erfinden können, sondern uns an schon vorhandene Industrie 4.0 Standards halten müssen. Daher trägt der UA gerade diese Informationen zusammen und lädt dazu Gastredner ein.

Bei der Gründungssitzung am 10. und 11. September 2018 war der UA zu Gast beim Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Bei dieser Sitzung hat Herr Prof. Thomas Läpple einen Vortrag über die ZfP am IOSB gehalten hat und Herr Dr. Thomas Usländer über Industrie 4.0. Herr Usländer ist neben seiner Arbeit als Leiter der Abteilung Informationsmanagement und Leittechnik beim Fraunhofer Institut auch Mitglied in der Plattform Industrie 4.0. Bei seinem Vortrag hat er die Mitglieder in die Welt der Industrie 4.0 eingeführt, inklusive dem Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0), der Industrie 4.0 Verwaltungsschale, OPC-UA als das Kommunikationsprotokoll das sich derzeit als Standard etabliert, AutomationML und die Industrial Data Space Initiative zur Sicherstellung der Datensouveränität. Des Weiteren wurden zwei Fallbeispiele zu ZfP 4.0 präsentiert: 3D-CT in der Produktion (Herr Dr. Sven Gondrom-Linke) und NDT 4.0: DR, Robotics & Process Automation (Herr Lennart Schulenburg).

Bei der Wahl während Gründungssitzung wurde Herr Dr. Sven Gondom-Linke (Volume Graphics GmbH) als stellvertretender Vorsitzender und Herr Dr. Johannes Vrana (VRANA GmbH) als Vorsitzender gewählt.

Bei der 2. Sitzung am 05. und 06.02.2019 bei Volume Graphics in Heidelberg wurden die Themen IDSA (Herr Dr. Ralf-Peter Simon) und OPC-UA (Herr Markus Eberhorn) vertiefend behandelt. Zudem stellte Herr Jens Martin HL7 und DICOM als „Best Practise“ in der Medizin vor, Herr Ralf Casperson hielt einen Vortrag zu „Oberflächenrissprüfung und ZfP 4.0“ und Herr Maximilian Berg zur Dokumentation von Prüfergebnissen. Als Fallbeispiele wurden „ZfP-basierte Feedbackschleifen für Schweißverfahren und deren Schnittstellen“ (Herr Frank Leinenbach) und „Digitale Prüfprozesse bei Applus RTD in der Shell Rheinland Raffinerie“ (Herr Martin) vorgestellt.

Mit Freude blickt der Unterausschuss Automatisierte Ultraschallprüfung seinen bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen entgegen und wird die Zukunft der ZfP federführend mitgestalten. Bei Interesse diese mitzugestalten lädt der Unterausschuss ein bei der dritten Sitzung, am 28. und 29. August 2019 bei VISUS in Bochum, und bei der vierten Sitzung, am 19. und 20. Februar 2020 bei VisiConsult in Stockelsdorf, teilzunehmen. Insbesondere wäre es gut, wenn Experten aus den Bereichen Hardwarehersteller, Oberflächenrissprüfung, optische Verfahren und Bau den UA unterstützen könnten.

Der UA vor dem Fraunhofer IOSB; von links nach rechts: Christoph Leimkühler, Christian Geiss, Thomas Längle (IOSB), Andy Löhr, Lennart Schulenburg, Sascha Martin, Sven Gondrom-Linke, Johannes Vrana, Eric Wild, Wolfgang Schultz, Thomas Stocker, Alexander Suppes, Helmuth Euler, Thomas Usländer (IOSB)

 

Dr. Johannes Vrana, 1978 in München geboren, hat an der Technischen Universität in München Physik studiert, mit Schwerpunkt Halbleiterphysik und Quantencomputer, und seine Promotion an der Universität des Saarlandes 2008 auf dem Gebiet der Thermografie abgeschlossen. Danach arbeitete er für Siemens Power and Gas in Orlando, Berlin und München und war weltweit für alle lieferantenbezogenen ZfP Themen zuständig. Des Weiteren war er Chairman des Siemens NDE Council. Neben der Harmonisierung der ZfP Spezifikationen und der Einführung statistischer Werkzeuge war er für die Entwicklung der automatisierten UT und SAFT verantwortlich. 2015 gründete er seine eigene Firma „VRANA GmbH“ die sich auf ZfP Beratung & Lösungen, Forschung & Entwicklung und Softwareentwicklung spezialisiert hat. Daneben ist er Vorsitzender der ASNT German Section, des Unterausschusses Schnittstellen und Dokumentation im FA ZfP 4.0 und des Unterausschusses automatisierte Ultraschallprüfung.

Herr Gondrom-Linke hat an der Universität des Saarlandes Physik studiert. Im Anschluss hat er im Rahmen eines Graduiertenkollegs am Fraunhofer Entwicklungszentrum Röntgentechnik in Saarbrücken im Bereich Werkstofftechnik promoviert und war dort wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Gruppenleiter. Seit 2004 ist er u.a. als Entwicklungs- und technischer Leiter in der Industrie tätig und hat dort CT-Anlagen und Verfahren entwickelt. Seit 2013 arbeitet er als Team Leader Technical Consulting bei der Volume Graphics GmbH und ist im Rahmen auch für die Einbindung der 3D-Computertomografie in die Produktion zuständig.

Dr. Johannes Vrana
Stand: 10.05.2019