Die Schallemissionsprüfung wird seit Jahrzehnten weltweit in der Materialforschung und -prüfung, bei Laborprüfungen von Komponenten und Bauteilen sowie als Prüfverfahren für industrielle Anwendungen erfolgreich eingesetzt. Für die Schallemissionsprüfung kommen alle Werkstoffe in Frage, die unter geeigneter Belastung bzw. geeigneten Betriebsbedingungen Schallemissionsereignisse von genügend hoher Amplitude erzeugen, wie Metall, Keramik, Glas, Gestein, Beton, spröde Polymerwerkstoffe, Holz und selbstverständlich Verbundwerkstoffe. Mechanismen der Schallemission sind z.B. Rissbildung, Rissfortschritt, Delamination, Rissuferreibung, Versetzungsbewegung, Phasenumwandlung, Korrosionsprozesse, turbulente Strömungen an Leckagen, Hochspannungs-Teilentladungen in Großtransformatoren u.v.a.m. Dabei wird zwischen der Erzeugung von transienten Schallemissionen mit Burstcharakter und permanenter (quasi-) kontinuierlicher Schallemission unterschieden. Zielstellungen der Schallemissionsprüfung bei industriellen Anwendungen sind, anhand der Aufzeichnung und Analyse von Schallemissionssignalen die Fertigungsqualität oder den Schadenszustand von Materialverbunden, Komponenten und Bauteilen zu charakterisieren, Bereiche hoher Schallemissionsaktivität bzw. -intensität zu lokalisieren und bruchkritische Schadenssituationen vor dem ultimativen Versagen in Echtzeit anzuzeigen. Der Einsatz als Monitoring-Verfahren zur Zustandsüberwachung bringt somit die eigentliche Stärke der Schallemissionsprüfung voll zur Geltung. Außerdem ist es möglich, Prozesse zu überwachen und evtl. auf Grund der Schallemissionssignale auch zu regeln.
Die Schallemissionsprüfung wird als begleitendes Prüfverfahren u.a. bei der
• Abnahmeprüfung
• Wiederkehrenden Prüfung
• Überwachung von Fertigungsprozessen / Prozessregelung
• Lebensdauer-/Zustandsüberwachung eingesetzt.
Internationale Bedeutung hat die Schallemissionsprüfung von Druckbehältern, Tanks, Rohrleitungen, Ventilen etc. sowie das Monitoring von geologischen Endlagerstätten und Bauwerken, wie z.B. Brücken und Staudämmen erlangt.
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